Kryotherapie -110°C

 

Kälte als Medizin – die Ganzkörper-Kryotherapie nutzt extrem tiefe Temperaturen, um Körper und Geist in kürzester Zeit zu revitalisieren. In unserer hochmodernen Kältekammer werden Sie für wenige Minuten Temperaturen von bis zu –110 °C ausgesetzt. 

Entzündungshemmende Wirkung

Mehrere Studien zeigen, dass die Kältetherapie systemisch proinflammatorische Zytokine reduziert:

Mediatoreffekt der Kältetherapie

  • TNF-α, IL-1β, IL-6  ↓ gesenkt
  • IL-10 (antiinflammatorisch) ↑ erhöht
  • CRP  ↓ Tendenz zur Reduktion bei wiederholter Anwendung


Diese Veränderungen korrelieren mit klinischen Verbesserungen bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder Fibromyalgie (vgl. Lombardi et al., Front Physiol 2017; Bouzigon et al., PLoS One 2016).

Analgetische (schmerzstillende) Wirkung 

  • Verringerte Nervenleitgeschwindigkeit der Aδ- und C-Fasern → reduzierte Schmerzweiterleitung
  • Erhöhte Endorphin- und Noradrenalinspiegel → zentrale Schmerzhemmung
  • Reduktion muskulärer Entzündungsmediatoren nach sportlicher Belastung


In klinischen Studien (z. B. Bleakley et al., Cochrane Review 2014) zeigte sich eine signifikante Schmerzlinderung und funktionelle Verbesserung bei muskuloskelettalen Beschwerden. 

Muskuläre Regeneration und Leistungsphysiologie

  • Mikrotraumata und Muskelkater reduzieren (↓ CK-Spiegel, ↓ Myoglobin)
  • Regeneration und Leistungsfähigkeit verbessern
  • Oxidativen Stress und Lipidperoxidation mindern


(Hausswirth et al., Eur J Appl Physiol 2011; White & Wells, Sports Med 2013)

Metabolische Wirkung

  • Aktivierung des braunen Fettgewebes (BAT) → gesteigerter Energieverbrauch
  • Vermehrte Mitochondrienaktivität in Muskel- und Fettzellen
  • Expression von Kälteschockproteinen (z. B. RBM3, CIRP), die neuroprotektiv und zellregenerativ wirken
  • Aktivierung des Nrf2-Signalwegs → antioxidative und zellschützende Effekte


Diese Mechanismen werden zunehmend im Kontext von Longevity und Healthy Aging untersucht (vgl. Henderson et al., Cell Metab 2022).

Neurovegetative Reaktionen

  • Kältereiz aktiviert über Thermorezeptoren in der Haut das sympathische Nervensystem.
  • Es kommt zu einer Vasokonstriktion in der Peripherie und einer zentralen Blutumverteilung.
  • Nach der Kälteexposition folgt eine reaktive Vasodilatation, die die Mikrozirkulation verbessert.


Zentrale Neurotransmitterveränderungen:

  • Erhöhter Noradrenalinspiegel (↑ Wachheit, Stimmung, Schmerzinhibition)
  • Endorphinfreisetzung (↑ Wohlbefinden, ↓ Schmerzempfindung)
  • Reduktion von Cortisol nach wiederholter Anwendung (↓ Stressniveau)

Medbalance – spüren Sie die Kraft der Kälte.