AGE Advanced Glycation Endproducts
Das optische Messverfahren dieses Messgerätes bietet eine einfache, nicht invasive Alternative, die es Anwendern ermöglicht, das AGE Niveau innerhalb von 15 Sekunden zu bestimmen. Der vom AGE Reader gemessene Wert korreliert mit dem Lebensalter. Wir können so in 4 Riskogruppen unterscheiden. Von keinem erhöhten Herz Kreislauf Risiko bis zu einem deutlichen erhöhten Herz Kreislauf Risiko.
AGEs – was bedeutet das für meine Gesundheit?
AGEs sind sogenannte fortgeschrittene Glykationsendprodukte. Sie entstehen, wenn Zucker mit Eiweißen oder Fetten im Körper reagiert; dieser Prozess läuft ohne Enzyme ab und nimmt mit höherem Blutzucker, oxidativem Stress und zunehmendem Alter
Was sind AGEs?
AGEs sind Stoffe, die sich im Körper ansammeln können und dabei Gewebe verändern. Besonders betroffen sind langlebige Strukturen wie Gefäßwände, Bindegewebe und andere Eiweiße im Körper.
Warum sind AGEs wichtig?
Wenn sich viele AGEs bilden, können sie Eiweiße verhärten und ihre Funktion verschlechtern. Außerdem können sie Entzündungsreaktionen und oxidativen Stress fördern, was Blutgefäße und Organe zusätzlich belastet.
Ein hoher AGE-Spiegel wird vor allem mit Diabetesfolgen, Gefäßschäden und Nierenerkrankungen in Verbindung gebracht. Auch Alterungsprozesse scheinen durch AGEs mit beeinflusst zu werden.
Wie entstehen AGEs im Körper?
AGEs entstehen besonders leicht, wenn der Blutzucker über längere Zeit erhöht ist. Deshalb spielen sie vor allem bei Diabetes mellitus eine wichtige Rolle.
Auch Rauchen, chronische Entzündungen, oxidativer Stress und eine eingeschränkte Nierenfunktion können die AGE-Belastung erhöhen.
Können AGEs auch aus Lebensmitteln kommen?
Ja. AGEs entstehen auch beim starken Erhitzen von Lebensmitteln, vor allem beim Braten, Grillen, Rösten und Frittieren. Besonders trockenes Garen bei hohen Temperaturen erhöht den AGE-Gehalt von Speisen.
Niedrigere Temperaturen und wasserreiche Garmethoden wie Kochen, Dünsten oder Schmoren führen meist zu weniger AGEs.
Was kann ich selbst tun?
- Den Blutzucker gut einstellen lassen, denn hohe Zuckerwerte fördern die Bildung von AGEs.
- Lebensmittel möglichst schonend zubereiten, zum Beispiel kochen, dünsten oder schmoren statt stark anbraten.
- Stark gebräunte, gegrillte oder frittierte Speisen nur in Maßen essen.
- Nicht rauchen, da Rauchen oxidativen Stress und Gefäßschäden verstärkt.
- Auf Blutdruck, Blutfette und Nierenfunktion achten, weil diese Faktoren das Gesamtrisiko mit beeinflussen.
Was bedeutet das praktisch?
AGEs sind kein eigener „Laborwert des Alltags“, sondern eher ein Konzept, das erklärt, wie Zucker, Entzündung und Alterung langfristig Gewebe schädigen können. Besonders wichtig ist das für Menschen mit Diabetes, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Nierenschwäche.
Schon kleine Veränderungen im Alltag können helfen: bessere Blutzuckerkontrolle, weniger stark gebräunte Speisen und insgesamt ein gesunder Lebensstil.