Mitochondropathien - Mitostress Test
Mitochondropathien umfassen eine heterogene Gruppe von Erkrankungen, die durch eine gestörte Funktion der Mitochondrien gekennzeichnet sind. Als zentrale Organellen der zellulären Energiegewinnung sind Mitochondrien essenziell für die oxidative Phosphorylierung und die ATP-Synthese. Funktionsstörungen führen zu einer unzureichenden Energieversorgung insbesondere energieabhängiger Gewebe wie Gehirn, Herz- und Skelettmuskulatur.
Die Ursachen können genetisch (primäre Mitochondropathien) oder erworben (sekundäre Mitochondrienfunktionsstörungen) sein, etwa durch oxidativen Stress, Entzündungen, Nährstoffdefizite, Medikamente oder Alterungsprozesse. Klinisch manifestieren sich Mitochondropathien häufig unspezifisch, unter anderem durch Fatigue, Belastungsintoleranz, Myopathien, neurologische Symptome oder kardiovaskuläre Einschränkungen.
Wir bieten ihnen eine gezielte Mitochondrien Diagnostik mittels Mitostress Test an. So können wir ihren bioenergetischen Gesundheitsindex ermitteln.
Mitochondrien sind die Kraftwerke der Körperzellen - als Orte der ATP-Produktion
versorgen sie Zellen und Organe des Körpers mit Energie und benötigen hierfür
Sauerstoff.
Aus Einzelparametern des so erzeugten bioenergetischen Profils (mitochondriale Kinetik) lässt sich der Bioenergetischce Gesundheitsindex (Bioernergtic Health Index - BHI) berechnen, welcher eine prognostische Aussage über die mitochondriale Leistungsfähigkeit bzw. das Ausmaß einer mitochondrialen Dysfunktion ermöglicht.
Der MitoCount Wert (MC Wert) ist das Verhältnis von mitochondrialer DNA und nukleärer DNA und gibt so die durchschnittliche Zahl der mtDNA Kopien pro Zelle an - dies entspritcht der relativen Mitochonrienzahl.
Die verringerte durchschnittliche Mitochondrienzahl (288) pro Zelle weist bei diesem Patienten auf eine Störung in der mitochondrialen DAN Replikation oder ein Ungleichgewicht zwischen Abbau und Biogenese hin. Dies ist ein sensitiver Hinweis auf eine gestörte zelluläre Energieproduktion.
Die ATP-gekoppelte Atmung in % des zellulären Sauerstoffverbrauchs beschreibt
den Anteil des zellulären Sauerstoffverbrauchs, der aktuell für die ATP-Produktion
genutzt wird. Je höher dieser Anteil ist, desto effizienter ist die Energiebereitstellung
der Zelle.
Unter Berücksichtigung der mtDNA:nDNA-Ratio (MitoCount-Wert) ist für jede Probe auf Basis der im MitoStress-Test gemessenen Basal- und Maximalatmung eine Berechnung der
individuellen relativen mitochondrialen Leistung in der Homöostase (MPbasal)
als Indikator für die inhärente mitochondriale Stoffwechselaktivität pro Zelle sowie
eine Abschätzung der potentiellen mitochondrialen Leistung unter Belastung
(MPmax) möglich.